…für den Einsatz von Holz im Bauwesen
Drei durchaus gute Gründe sprechen für einen größeren Einsatz von Holz im Bausektor.
1) Bekämpfung des Klimawandels
Wie bereits mehrmals von der Europäischen Union hervorgehoben, bietet sich Holz nicht nur als ideales Baumaterial, sondern trägt auch – aufgrund seiner natürlichen Fähigkeit Kohlenstoff aufzunehmen - deutlich zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Für jeden, im Bausektor eingesetzten Kubikmeter Holz, wird beinahe eine Tonne C0² gespeichert. Und zwar für die gesamte Dauer des Bestehens. Gerade deshalb sollte der Einsatz von Holz im Bausektor gestiegen werden.
Mittels einer präzisen Umweltpolitik können weiteres genaue Ziele erreicht werden.
In Frankreich z.B. sollte – laut einem interministeriellem Abkommen - der Einsatz von Holz als Baumaterial in den nächsten Jahren 10 Jahren um 25% gestiegen werden. Das Gesetz bzgl. „Luft und rationale Energienutzung“ legt hingegen den minimalen Anteil an Holz fest, welcher für jedes neue Gebäude verwendet werden muss.
In nur zwei Jahren, brachte diese Initiative durchaus positive Auswirkungen mit sich. Die geplante Menge an eingesetztem Holz wurde sogar überschritten, es entwickelte sich eine umweltfreundlichere private sowie öffentliche Baubranche, die Beschäftigungsquote stieg beträchtlich. Auch verschiedene andere Europäische Länder ergriffen bereits wichtige Maßnahmen zur Förderung des Holzes im Bausektor: ein einzigartiger Rohstoff: günstig, erneuerbar und recyclebar.
2) Beschäftigungsquote steigern
Das im Bausektor verwendete Holz stammt aus ausschließlich zertifizierten Wäldern, welche auch spezifische Nachhaltigkeitszertifikate vorweisen können. Nur so ist man sicher, dass der für den Bau eingesetzte Rohstoff Holz aus jenen Wäldern kommt wo mehr Bäume nachwachsen als jene die gefällt werden. Strenge Forstgesetzte erlauben nämlich die Fällung bestimmter Bäume ausschließlich dann, wenn die Walderneuerung garantiert wird. Je größer der Holzeinsatz im Bausektor, desto größer ist die Anzahl der gesetzten Bäume. Auch außerhalb des Waldes.
Dank einer korrekten Waldbewirtschaftung konnten und können auch in Zukunft europaweit große Waldlandschaften erhalten bleiben und weiterhin als erneuerbare Ressource fungieren.
3) Energieersparnis
Ein Gebäude aus Holz kennzeichnet sich durch einer hohen Hygroskopizität und Durchlässigkeit, welche, zusammen mit einer guten Isolierung und thermischer Trägheit die Mauern besonders atmungsaktiv machen. Somit werden nicht nur die Temperatur und Feuchtigkeitsunterschiede verringert, sondern auch die Luftqualität im Gebäudeinneren wird deutlich verbessert. Weitere, positive Auswirkungen: hölzernen Dächer, Dachböden und Wänden ergeben eine 20%ige Energieersparnis im Vergleich zu traditionellen Baumethoden.
Ein Beispiel: öffentliche und vor allem überfüllte Räumlichkeiten erfordern Klimaanlagen bzw. Luftentfeuchter. Ein Holzhaus hingegen ermöglicht es die Feuchtigkeit rasch aufzunehmen und sie anschließend dann wieder abzugeben wenn der Raum wieder zu trocken ist.

